Videos für Veranstaltungen.
Ein Einspieler, der am Schnittplatz gut aussieht, kann auf der LED-Wand ruckeln, unscharf werden oder einen grauen Rand bekommen. Fast immer liegt es an ein paar Exporteinstellungen. Hier steht, was wir von euch brauchen, damit eure Videos auf der Veranstaltung so laufen, wie ihr sie gebaut habt.
Auflösung passend zur Fläche
Eine LED-Wand hat selten genau 1920 × 1080 Pixel. Ihre Auflösung ergibt sich aus den Modulen: Pixel pro Modul mal Anzahl der Module. Eine Wand aus 8 × 4 Modulen mit je 192 × 192 Pixeln hat zum Beispiel 1536 × 768 Pixel, also kein 16:9.
Exportiert ihr trotzdem Full HD, muss das Bild skaliert oder beschnitten werden. Dann werden Schrift und feine Linien weich, oder Ränder fehlen. Fragt uns nach dem Pixelmaß der Fläche und legt euer Projekt genau darauf an.
Mehrere Flächen, etwa eine Hauptwand und zwei Seitenwände, liefert ihr am besten als eine Datei im gemeinsamen Raster oder als getrennte Dateien mit gleicher Länge. Was besser passt, klären wir vorab.
Bildrate: 25 oder 50
LED-Wände und Projektoren laufen in Europa meist mit 50 Hz. Material mit 25 oder 50 Bildern pro Sekunde passt darauf glatt. 30 oder 60 fps passen nicht sauber in diesen Takt: Schwenks, Lauftexte und Animationen ruckeln dann sichtbar.
Bleibt im ganzen Projekt bei einer Bildrate. Für schnelle Bewegungen und Lauftexte sind 50 fps die bessere Wahl.
Codec und Container
H.264 in MP4
Der Standard für normale Einspieler. Exportiert mit hoher Bitrate, nicht mit einer Web- oder Social-Media-Voreinstellung. Kein Alphakanal.
ProRes in MOV
Hohe Qualität, große Dateien. ProRes 4444 trägt einen Alphakanal. Gut als Master und für Zuspieler.
HAP in MOV
Für Media Server, entlastet die CPU auch bei hohen Auflösungen. HAP Alpha mit Transparenz. Dateien werden groß.
NotchLC in MOV
Aus Notch und für Media Server, mit Alphakanal. Viele Player zeigen die Transparenz falsch an, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Welcher Codec passt, hängt vom Wiedergabesystem ab. Stimmt das am besten vor dem Export mit uns ab, dann gibt es keine Überraschung beim Einspielen.
Transparenz (Alphakanal)
Ein Alphakanal wird nur gebraucht, wenn das Video über einem anderen Bild liegt, etwa ein Bauchbinden-Overlay über einer Kamera. Volle Flächen liefert ihr ohne Alpha, das spart Rechenleistung.
Transparenz tragen nur bestimmte Codecs: ProRes 4444, HAP Alpha, NotchLC und PNG-Sequenzen. Ein H.264-Export hat keinen Alphakanal.
Bei NotchLC zeigen viele Player die Transparenz falsch an, auch VLC: Blöcke an Kanten, Doppelkonturen an Schrift, halbdurchsichtige Flächen. Der Fehler liegt im Player, nicht in eurem Export. Der Video Inspector zeigt NotchLC korrekt an.
Ton
Liefert den Ton in 48 kHz. Bei Stereo genügt eine Stereospur. Bei mehreren Kanälen, etwa Musik und Sprache getrennt, schreibt uns kurz, was auf welchem Kanal liegt. Ohne Ton? Dann sagt es dazu, damit niemand nach einer fehlenden Spur sucht.
Datei vor der Abgabe prüfen
Seht euch jede Datei einmal komplett an, bevor ihr sie schickt, und prüft die technischen Daten. Dafür haben wir einen eigenen Player gebaut, den RAMPENSAU Video Inspector. Er erscheint in Kürze kostenlos für Mac und Windows.
- Codec, Auflösung, Bildrate und Bitrate auf einen Blick
- Alphakanal ja oder nein, Transparenz über Schachbrett
- Tonspuren und Kanäle mit Pegel für jeden Kanal
- Timecode groß über dem Bild, für die Abstimmung mit der Regie
Für Präsentationen gibt es das Gegenstück im Browser: den PowerPoint-Checker.
Abgabe-Checkliste
Einmal durchgehen, bevor ihr die Datei schickt. Die Häkchen merkt sich euer Browser.
Mehr zu unserer Technik:LED-Wand mietenLED-Testbild-GeneratorMedientechnikFür Agenturen
Häufige Fragen zu Videos.
Die Kurzfassung. Die ausführliche Anleitung steht weiter oben.
Welche Auflösung braucht ein Video für eine LED-Wand?+
Die Auflösung ergibt sich aus der Wand selbst: Pixel pro Modul mal Anzahl der Module. Eine Wand aus 8 × 4 Modulen mit je 192 × 192 Pixeln hat 1536 × 768 Pixel. Das Pixelmaß nennen wir euch zur Planung, danach richtet ihr den Export aus.
Warum 25 oder 50 Bilder pro Sekunde?+
LED-Wände und Projektoren laufen in Europa meist mit 50 Hz. Material mit 25 oder 50 fps läuft darauf gleichmäßig. 30 oder 60 fps passen nicht sauber hinein, dann ruckeln Schwenks und Lauftexte.
Welcher Codec ist der richtige?+
Für normale Einspieler reicht H.264 in MP4 mit hoher Bitrate. Für Transparenz, sehr hohe Auflösungen oder Media Server nehmen wir je nach System ProRes, HAP oder NotchLC. Stimmt das am besten vor dem Export mit uns ab.
Wie prüfe ich eine Videodatei vor der Abgabe?+
Am schnellsten mit dem RAMPENSAU Video Inspector, der in Kürze kostenlos für Mac und Windows erscheint. Er zeigt Codec, Auflösung, Bildrate, Alphakanal, Tonkanäle und Timecode auf einen Blick und spielt auch NotchLC mit korrektem Alphakanal.

